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Weg des Erinnerns

– Kinderschicksalen gedenken

Weg des Erinnerns

Diese kurze Strecke von etwa einem Kilometer erfordert nur wenig körperlichen Einsatz. Die Beschäftigung mit dem thematischen Schwerpunkt des Weges verlangt den Wandernden da schon mehr ab, geht es doch um die jüngsten Opfer des Nationalsozialismus: die Kinder.

Zwei der fünf Stationen widmen sich dem Schicksal der über sechzig Kleinkinder osteuropäischer Zwangsarbeiterinnen, die im letzten Kriegsjahr in einer Baracke an der Klostermauer zwangsuntergebracht waren. Mehr als die Hälfte der Kinder starb an mangelnder Ernährung und Versorgung.

Im Gegensatz dazu wurde Markt Indersdorf nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu einem Ort der Zuflucht: Für über 1000 junge Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung wurde hier eine erste beschützende Umgebung geschaffen, bevor sie in ihre Heimatländer zurückkehrten oder auswanderten. Die Infotafeln der Stationen zwei bis vier erzählen von den „Indersdorfern auf Zeit“.

Zusätzliche Informationen, Fotos und Filmausschnitte können per Handy über die QR-Codes auf den Tafeln abgerufen werden. Über das UNRRA-Kinderzentrum in Markt Indersdorf informiert außerdem das Augustiner Chorherren Museum in seiner Dauerausstellung.

Profil
  • Länge: ca. 1 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: leicht

Wegbeschreibung


Der leicht ansteigende „Weg des Erinnerns“ führt vom Kindergarten St. Vinzenz auf der Rückseite des Klosters Indersdorf bis zum Bezirksfriedhof an der Maroldstraße.