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Brauchtum im Dachauer Land

Die Dachauer Tracht in verschiedenen AusführungenDachauer Trachtler vor dem Gasthof Zieglerbräu im Jahr 1998Das Aufstellen eines Maibaums ist eher MännersacheDas Bier gehört ebenfalls zur bayerischen Kultur
Die Dachauer Tracht in verschiedenen Ausführungen
Dachauer Trachtler vor dem Gasthof Zieglerbräu im Jahr 1998
Das Aufstellen eines Maibaums ist eher Männersache
Das Bier gehört ebenfalls zur bayerischen Kultur

Bräuche begleiten die Menschen in allen Lebensphasen - von der Geburt bis zum Tod - und setzen im Jahreslauf Akzente. Sie werden gemeinschaftlich gelebt und ausgeführt und geben dem Leben eine Struktur.

Viele Bräuche stammen aus alter Zeit, andere wiederum haben sich erst in jüngster Zeit ausgeprägt oder wurden wieder neu entdeckt. Sie sind deshalb auch ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Entwicklung.

Im Landkreis Dachau gehören zum traditionellen Brauchtum im Jahreslauf u.a. die Jaudusfeuer vor Ostern, die Volksfeste in Dachau, Indersdorf und Karlsfeld, Feste, Tanz und Märkte zu Kirchweih, Laternenumzüge am Martinstag im November und zahlreiche Adventssingen in den Kirchen zur Vorweihnachtszeit.

Zum neueren Brauchtum gehört sicherlich das Schnitzen von Kürbissen an Halloween und die maskierten Kinder, die Süßigkeiten erbetteln. Eine Renaissance hat das Brauchtum rund um den Maibaum erlebt: beginnend mit dem Herrichten des Baumes, seiner Bewachung, dem möglichen Maibaumklau bis hin zum Aufstellen und Feiern in geselliger Runde. Auch die Leonhardi-Wallfahrt in Pasenbach gehört zu den Wiederentdeckungen.

Brauchtum definiert man auch als das, was die Menschen brauchen - wobei sich auch hier häufig die Geister scheiden. Nicht alles was in Mode ist, muss gleich "Brauch" sein und werden. Deshalb ist die Kenntnis der Wurzeln der Bräuche wichtig und das Vermeiden des Miss-Brauchs. Zu letzterem gehören politische Instrumentalisierung wie im Nationalsozialismus, zerstörerische Aktionen wie der Vandalismus der Freinacht oder aber auch oberflächliche "Tümelei" oder Folklorismus.

Welche der aktuellen Bräuche weiterhin Bestand haben werden, wird die Zukunft zeigen. Spannend wird auch sein, wie sich vor dem Hintergrund des Zuzugs vieler Neubürger, die ihre Bräuche mitbringen und einbringen, Brauchtum verändern wird.

(Dr. Birgitta Unger-Richter, Kreisheimatpflegerin)

 

 

Die Heimat- und Trachtenvereine im Dachauer Land stellen sich vor.

Traditionell stellt jeder Ort am 1. Mai seinen Maibaum auf - je höher und prachtvoller, desto besser.