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Der 7KlösterWeg

- der Kulturgeschichte auf den Grund gehen

Kondition und Kontemplation finden zusammen auf diesen drei Routen über knapp 100 Kilometer. Im Mittelpunkt stehen sieben Klosteranlagen im Landkreis Dachau und dem Wittelsbacher Land. Ihre Tore bleiben zwar meist verschlossen, doch infomieren Tafeln und Flyer über die Bedeutung der Stätten für die regionale Geschichte und Kultur.

Der kürzeste Rundweg schlägt einen Bogen um das Kloster Indersdorf nach Röhrmoos mit dem Schönbrunner Franziskuswerk und Weichs, bekannt durch die ehemalige Klosterschule. Nach Altomünster, für Jahrhunderte Standort eines Birgitten-Klosters, und den Erdweger Petersberg führt der mittlere Kurs. Die westlichste und längste Route schließt die Wallfahrtskirche Maria Birnbaum in Sielenbach und die Kapelle in Odelzhausen-Taxa mit ein.

Profil

 

Art der Route:Radweg
Länge:ca. 98 Kilometer
Höhen:ca. 900 Höhenmeter
Schwierigkeitsgrad:mittel - schwer

 

 

 

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Wegbeschreibung

"Wer die Geschichte Bayerns schreiben will, der muss die Geschichte seiner Klöster kennen" - so heißt es.

Auch wenn wir uns nicht unbedingt unter die Chronisten begeben wollen, steht eines fest: Am 7KlösterWeg kommen wir an hochinteressanten kulturellen Punkten des Landkreises vorbei und durchqueren beschauliche Landstriche. Zugegeben, der 7KlösterWeg ist mit knapp 100 km Länge eine sehr lange Radtour. Diejenigen unter uns, welche nicht unbedingt zu den Extremsportlern zählen, können die Radtour mit einer Zwischenübernachtung bewältigen, oder aber man teilt sich die Strecke auf und fährt die Teilstücke in mehreren einzelnen Tagestouren nacheinander ab. Da viele S-Bahn-Stationen auf der Route liegen, kann die Tour an verschiedenen Stellen gestartet oder unterbrochen werden.

Im Folgenden werden drei "Teilkreise" - mit überschaubarer Streckenlänge - von Ost nach West jeweils im Uhrzeigersinn beschrieben. Die Route ist mit einem Kirchenlogo durchgehend beschildert und mit Infotafeln ausgestattet, die wertvolle Informationen über die Geschichte aufweisen.

Startpunkt für die östliche Runde ist beispielsweise Markt Indersdorf, wo das erste Kloster auf unseren Besuch wartet. 1120 wurde das Augustiner Chorherrenstift durch den Pfalzgrafen von Scheyern-Wittelsbach gegründet. Wir folgen von hier dem breiten Talboden der Glonn weiter nach Nordwesten und erreichen schon nach vier Kilometern den nächsten Klosterstandort in Weichs. In dem alten Klostergebäude, welches früher als Schloss der Reichsfreiherren von Weichs diente, ist eine Realschule untergebracht. In gleicher Richtung kommen wir, das Weichser Moos durchquerend, nach Ebersbach. Dort biegen wir Richtung Süden ab und erreichen auf einer wenig befahrenen Straße Vierkirchen mit der Kirche St. Jakob. Es geht kurz auf dem Jakobsweg nach Süden weiter, dann biegen wir links am Biberbach ab und rollen nach Biberbach hinein. Nun rechts und links nach Rudelzhofen und nach Schönbrunn, unserer nächsten Klosterstation. Das Lebenswerk der Gründerin Gräfin Victoria von Butler wird hier bis heute von Franziskanerinnen fortgesetzt. Jetzt geht es auf einem Fahrradweg über Röhrmoos und Großinzemoos nach Markt Indersdorf zurück.

Wer noch motiviert ist, hängt in Markt Indersdorf gleich die mittlere Runde an. Dazu fahren wir- diesmal flussaufwärts - im Glonntal weiter, bis nach Erdweg. Dort besuchen wir die romanische Basilika am Petersberg, welche zu einem ehemaligen Benediktinerkloster gehörte. Über Kleinberghofen fahren wir nun nach Markt Altomünster und bewundern dort die prächtige Klosterkirche St. Alto und St. Birgitta. Wir verlassen Altomünster auf dem Fahrradweg an der Straße nach Pipinsried, biegen vor Pipinsried rechts ab und kürzen über die weiten Felder nach Wagenried ab. Immer am Langenpettenbach entlang, radeln wir am gleichnamigen Ort vorbei nach Markt Indersdorf zurück.

Die westliche Runde führt bis in den Nachbarlandkreis Aichach-Friedberg hinein. Sie ist mit 42 km länger als die zuvor beschriebenen Runden und hat deutlich mehr Höhenmeter. Von Erdweg fahren wir an der südlichen Glonntalseite über Walkerts- und Welshofen und die Oberhandenzhofener Mühle zum Standort des ehemaligen Klosters Taxa, welches 1802 abgebrochen wurde. An seiner Stelle wurde 1848 die Taxa-Kapelle gebaut und zeugt heute von der klösterlichen Vergangenheit. Das Schlossgut Odelzhausen passierend kommen wir nach Odelzhausen. Wir nehmen über Höfa die Straße Richtung Adelzhausen und fahren auf ihr bis Freienried. Bei Föhn sehen wir im Süden die Alpen! Dort biegen wir rechts ab nach Bruggen, durchqueren den Adelzhausener Wald und erreichen über einen Bogen Adelzhausen, das im Ecknachtal liegt. Nun auf einem Fahrradweg weiter über Tödtenried nach einigen mühsamen Anstiegen zum Kloster Maria Birnbaum (Sielenbach), dessen ausgefallene Architektur wir bestaunen können. Kurz hinter Maria Birnbaum biegen wir bei einer Kapelle rechts ab, kommen zum Weiler Raderstetten hinauf und weiter durch eine Waldinsel nach Pfaffenhofen und weiter in östlicher Richtung nach Halmsried. Bald taucht der hohe Kirchturm von Markt Altomünster rechts vor uns auf. Von dort nehmen wir die bei der mittleren Runde beschriebene Strecke bis zur Basilika am Petersberg und nach Erdweg zurück.

Markt Altomünster
Radl-Spaß

Herzog-Georg-Straße 14
85250 Altomünster
Tel.: 0 82 54 / 26 60
Webseite: www.radlspass.de

Josef Lechenbauer Fahrrad und E-Bike Center
Himmelreichstraße 8
85250 Altomünster-Asbach
Tel.: 0 82 54 / 99 82 33
Webseite: www.e-bike-center.de

Markt Indersdorf
Rabl GmbH & Co. KG

Gewerbestraße 22
85229 Markt Indersdorf
Tel.: 0 81 36 / 89 32 03
Webseite: www.rabl-gmbh.de 

Erdweg
Pitschi & Flamensbeck
St.-Martin-Straße 3
85253 Erdweg-Kleinberghofen
Tel.: 0 82 54 / 91 33


Odelzhausen

Hans Greppmair
Dietenhauser Straße 2
85235 Odelzhausen
Tel.: 0 81 34 / 55 97 89

Markt Altomünster
Rundgänge mit Insidern bieten die Alto-Scouts, ausgebildete Guides, die auch Themenführungen moderieren.

Erdweg
Absteigen und zu Fuß weiterpilgern: Der meditative Wanderweg InSichGehen verbindet die Klosterstandorte Petersberg und Altomünster.

Markt Indersdorf
Ein einmaliges Museum, das sich mit der Geschichte und dem Wirken der Augustiner Chorherren beschäftigt, hat 2014 im historischen Schneiderturm eröffnet.

Sielenbach
Seit Jahrhunderten ein Wallfahrtsziel, bildet die frühbarocke Kuppelkirche Maria Birnbaum eine kunsthistorisch bedeutsame Station.