Mehllager Furthmühle
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Furthmühle

Furthmühle

Gibt es das noch anderswo in Deutschland, dass eine Mühle seit 190 Jahren permanent im Betrieb ist? Im Jahr 1828 modernisierte der Grafinger Mühlenbauer J. A. Lindt die Hofmarksmühle von Weyhern im Auftrag des Tabakfabrikanten Karl Ludwig Freiherr von Lotzbeck. An gleicher Stelle am rechten Ufer der Glonn hatte schon viel länger eine Getreidemühle gestanden, erstmals erwähnt 1165 in einer Urkunde des München-Gründers Heinrichs des Löwen.

Die Liste der Gerätschaften aus der Furthmühle liest sich wie ein Technikhandbuch aus lang vergangener Zeit: Plansichter, Walzenstühle, Schrotgang, Vollgatter und Baumwinde – daneben Reinigungsmaschinen und Fördertechnik von Anno dazumal. Alles noch voll funktionsfähig und bis heute in Betrieb, in Gang gesetzt von der Familie Aumüller, deren Treue zum Standort auch schon museumswürdig ist: Seit 1900 mahlen die Aumüllers an der Glonn und unterhalten nebenbei eine Landwirtschaft und ein Sägewerk.

Die Furthmühle liegt bereits im Landkreis Fürstenfeldbruck wenige Kilometer von Odelzhausen entfernt. Neben den Führungen gibt es ein museumpädagogisches Programm für Kindergärten und Schulklassen. Im Mühlenladen stehen die „Vermahlungsprodukte“ in kleinen und großen Abfüllungen bereit: Roggen, Weizen und Dinkel als Mehl, Grieß, Dunst, Schrot und Kleie und andere gesunde Korn-Erzeugnisse.

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Furthmühle
Furthmühle 1
82281 Egenhofen