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RadWanderFührer ... so schön ist das Dachauer Land

26 Wander- und Radtouren durch das Dachauer Land, mit Kartenskizzen, Angaben zu Schwierigkeit und Tipps zu Sehenswertem am Weg.

133Tour 25 Auszeit am Ammersee von Schöngeising nehmen wir entweder den Radweg ent- lang der oft belebten B 471 mit freiem Blick über das weite Tal und die Moränenwälle (diese stammen aus der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit) oder machen noch einen kleinen Bogen durch den Schöngeisinger Forst. Vor Wildenroth geht es für beide Varianten links hinunter nach 6 Grafrath und zur Wallfahrtskirche St. Rasso. Auf den Spuren der Eiszeit Wir fahren bis zum Kreisel zurück und dort westlich nach Kottgeisering. Die Fläche zwischen unserer Straße und der B 471 auf der anderen Seite des brei- ten Talbodens nahm in der letzten Eiszeit der Isar-Loisach- Gletscher ein – nach seinem Abschmelzen ist das Natur- schutzgebiet Ampermoos ein bis heute fortbestehendes Re- likt und Zeitzeuge und stellt eines der größten Niedermoore Süddeutschlands dar. Mit etwas Fantasie kann man sich die frühere Ausdehnung hier gut vorstellen. Vorn bei Grafrath befand sich das ehemalige Gletschertor. Erst mit dem Ab- schmelzen des Eises entstand der Ammersee. Stille Schönheit Ampermoos In Kottgeisering rollen wir über die Schulstraße zum Ampermoos vor und durchqueren es auf einem Feldweg, mit Blick auf die kleinen Baumgrüpp- chen und Schilfinseln und die Alpen im Hintergrund – wun- derschön! Wieder auf der Straße, sind wir bald in 7 Eching am Ammersee. Der Ammer-Amper-Radweg zieht bei der Echinger Kirche westlich weiter. Wir aber bleiben geradeaus und haben nach dem Kreisel noch einen Kilometer vor uns, bis wir endlich an den Ufern des Ammersees angekommen sind und dort gleich eine schöne Badebucht vorfinden. Frü- her blieben Münchner Bürger wo- chenlang am Ammersee zur Sommer- frische ... Wir müssen uns heute mit weniger zufriedengeben. Nach weite- ren zwei Kilometern kommen wir zum Strandbad Café Forster mit seinem nostalgischen Flair der 1920er- bis 1930er-Jahre. Über die Bahnhof- straße fahren wir hoch zum Bahn- hof Schondorf, steigen dort in die Bayerische Regiobahn ein und in Gel- tendorf in die Münchner S-Bahn um. Viel zu schnell sind wir im Alltagsle- ben zurück. Toteisloch Wolfsgrube Bei Wildenroth weist ein Schild rechts zum Toteisloch Wolfsgrube, einer 20 Meter tiefen Grube mit 100 Metern Durchmes- ser. Vom Isar-Loisach-Gletscher löste sich in der Abschmelzphase ein großer Eisblock ab, wurde von Schottern überdeckt und blieb so lange unter der Bedeckung erhalten. Als er zu guter Letzt auch abschmolz, bildete sich da- bei dieses steilwandige Toteisloch. 6038_01_078_137_Layout 2 02/09/15 11:04 Pagina 133 6038_01_078_137_Layout 202/09/1511:04 Pagina 133

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